Q2-PA-L1-17 (Vorjahr)

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Q2.1 Demokratie in Erziehung und Bildung

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(2) Demokratische Schule und (3) Moralentwicklung       (Die hier fett gedruckten Begriffe entstammen den inhaltlichen ABI-Vorgaben)
Beim Thema "Interkulturelle Pädagogik" haben wir festgestellt  (s.(1)), dass in der globalisierten Welt alle Pädagogik interkulturelle Pädagogik sein muss, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass Menschen unterschiedlichster Herkünfte einen friedlichen Weg finden, demokratisch bzw. gegenseitig respektvoll miteinander zu leben. Diese Aufgabe kann nur erfüllt werden, wenn die Einzelnen davon ablassen, ihre Wahrheiten für allgemeingültig zu halten, und den Anderen die Möglichkeit zugestehen: "Du könntest auch Recht haben." Diese demokratische Haltung kann nicht "auswendig" gelernt, sondern muss verinnerlicht werden. Man muss Demokrat sein wollen. Zu diesem demokratischen Wollen kann nur eine alltäglich gelingende demokratische Praxis erziehen, die zumindest in der Schule praktiziert und der oftmals rauen Wirklichkeit idealtypisch entgegenzusetzen wäre.

Von dieser Prämisse ausgehend untersuchen wir nun, wie eine Schule der Demokratie zu organisieren und zu gestalten ist, sodass demokratische Praxis in ihr überzeugend gelingt. Das setzen wir dann in Bezug zu funktionierenden Alternativschulen in Deutschland ("Treibhäuser der Zukunft") und zur Schultheorie  von Lawrence Kohlberg ("Just Community")
. Kohlberg begründet sein Schulkonzept mit seiner Theorie der Moralentwicklung.
Wir begründen unsere Vorstellung demokratischer Schule im Kern mit interkultureller Pädagogik. Hier schließt sich dann der Kreis: Moralentwicklung und Interkulturelle Pädagogik haben das Kernthema gemeinsam, dass die Frage, was gut und böse ist oder was gelten soll und nicht sein darf, nicht von dem Besitzer der einen Wahrheit, sondern von den vielen Besitzern individueller Wahrheiten in rationaler Verhandlung bestimmt werden muss.

Aus dieser Perspektive betrachten und beurteilen wir dann - ganz lehrplangemäß - die "Lernzielentwicklung in der BRD von 49 bis 89". Dieses Thema kann dann besser eingeordnet werden, wenn man - wiederum ganz lehrplangemäß - einen kurzen Blick auf die Zeit davor, die "Erziehung im Nationalsozialismus", und parallel dazu einen Blick auf die Erziehung in der ehemaligen DDR wirft.

Abschließend führen die oben skizzierten Denklinien dazu unter dem Aspekt pädagogischer Professionalisierung in verschiedenen Institutionen, die (a) Funktionen von Schule nach Fend zu betrachten und sich Gedanken darüber zu machen, welche (b)Chancen und Grenzen pädagogischen Einwirkens in der Vorschule existieren und welche (c) Begriff von Bildung und Identität  mit Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen pesönlicher Lebensgestaltung mit Blick auf Bildung und Beruf all diesem zugrunde gelegt werden muss.

(a) Funktionen von Schule: Bei der Betrachtung der Lernzielentwicklung nach 49 ging es immer wieder darum, einerseits die gesellschaftlichen Konflikte deutlich nicht auszuklammern und die Individuen in diesen Konflikten zu stärken, andererseits aber auch den Individuen weiterhin deutlich bleiben zu lassen, dass gesellschaftlich friedliches Zusammenleben nur dann funktionieren kann, wenn klar benannte Konflikte und ebenso klar angestrebte Kompromisse zusammengedacht werden. Das entspricht auch ganz deutlich unserer Theorie einer interkulturell demokratischen Pädagogik, die fordert, dass zur Demokratie nur eine gelingende demokratische Praxis führt, die im Alltag überzeugend erlebbar macht, dass es in demokratischen Strukturen gelingen kann, trotz aller Konflikte ein respektvolles Miteinander zu leben. Dieses beiden Aspekte sind und schon oft begegnet:
+ bei Hurrelmann zwischen Integration/Soziation und Individuation sowie dazwische notwendiger produktiver Realitätsverarbeitung
+ bei Mead zwischen ME und I sowie nur in diesem Schnittpunkt denkbarer ausgewogenen SELF-Entwicklung
+ bei Erikson zwischen Malignitäts- und Fehlanpassungstendenzen sowie dazwischen zu haltender Balance.
Wenn nun aus sozialwissenschaftlicher Sicht auf die Schule gesehen wird und die Frage gestellt wird, welche Funktionen die Schule in Gesellschaft erfüllt, dann treten die gerade genannten gegeneinander stehenden Aspekte wieder zu Tage. Auch die Schule stellt legitimiert durch die Gesellschaft einerseits Forderungen an die SuS, sich einzupassen, anderseits will sie ausdrücklich, zumindest bei uns, dem Einzelnen gerecht werde, ihn gleich behandeln und befähigen, sein eigenes Leben so in die Gesellschaft einzubringen, dass sowohl er und die Gesellschaft gut miteinander können.

(b) Chancen und Grenzen pädagogischer Einwirkungen und in Vorschuleinrichtungen
Hier blicken wir unter Rückgriff auf Entwicklungstheorien und Identitätskonzepte aus Q1 und Q2 auf die Bedeutung der Vorschuleinrichtungen heute und Chancen und Grenzen, die sich dort für professionalisierte Erzieher ergeben.

(c) Bildung und Identität - Möglichkeiten und Grenzen persönlicher Lebensgestaltung mit Blick auf Bildung und Beruf
Hier entwickeln wir zunächst aus unseren Überlegungen in Q1 und Q2 heraus einen Begriff von Bildung, kontrastieren diesen mit Überlegungen von Hartmut von Hentig und schauen dann im Blick auf unsere Fallbeispiele aus Q1 und Q2 auf die o.g. Möglichkeiten und Grenzen.


Ausgangspunkt:
Interkulturelle Pädagogik

Demokratische
Schulverfassun
g
Tafelbild dazu

Kohlberg:
Just Community

Text + Folien
Demokratische Schule
vs.
Just Community

Moralentwicklung

Text + Folien
Skizzen

Modellschulen
Nenas Schule in HH
Treibhäuser der Zukunft

Film: groß klein

Lernziele 49 bis 89
Text1 - Präsentation1
Text2 - Präsentation2
DDR Nationalsozialismus


Funktionen von Schule
Text
Präsentation


Chancen und Grenzen in
Vorschuleinrichtungen
Text
Präsentation

Bildung und Identität
Text
Präsentation

(1) Demokratie, gelebt und gefördert im Zusammenleben der Kulturen (Lessing/Dahrendorf/Ates) - Interkulturelle Pädagogik
In der globalisierten Welt muss Pädagogik stets interkulturelle Pädagogik sein. Immer geht es heute um die Frage, wie die "Wahrheiten" der Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen und Religionen so miteinander zusammenleben können, dass aus diesen Unterschieden Gewinn gezogen werden kann und kein Krieg der Kulturen entsteht.
Wenn Lessing es für zielführend hält, den Glauben an die eine Wahrheit zu verabschieden, weil die nicht zu erkennen ist, dann hat Kant Recht, der sagt, dass man sich dann, seines eigenen Verstandes bedienen soll, um so der Unmündigkeit, von anderen geleitet zu werden, zu entgehen. Ralf Dahrendorf denkt eigentlich genau so, indem der klar macht, dass die eine Wahrheit mit der Freiheit der Individuen nicht zusammenpasst und insofern der Wille, frei zu leben, es verbietet, nach der einen Wahrheit zu streben, die erkenntnis- oder wissenschaftstheoretisch - glücklich für die Freiheitsfreunde - ohnehin nicht begründet werden kann. ...

Kursbuch S. 446ff
Textgrundlage
Grundproblem
Lessing: Ringparabel
Youtube
Text
Kant: Aufklärung
Friedenspreis: Navid Kermani
Zusammenfassung
und
pädagogische Folgerungen

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Seyran Ates
Text und Thesen

(0) Zusammenfassung der Q1 anhand von Hurrelmanns Begriffsnetz
Ende der 12 nutzten wir das Hurrelmannsche Begriffsnetz, um aus dieser Sicht die Inhalte der 12 zusammenzubinden. Nun nach den Ferien dienen uns diese Arbeiten, die Gedächtnislücke, die die Sommerferien reißt, zu schließen

Begriffsnetz Hurrelmann
Beiträge:
Sedas

Luisa+Jonas
Jill+Rümeysa
Minou+Helen

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