Q1-PA-L1-17 (Vorjahr)
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Q1.1 Entwicklung und Sozialisation in der Kindheit

 

(3) Der Mensch als Kommunikationswesen, Sozialisation als Rollenlernen (Mead)
In Q1.1 beschäftigen wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Wesen des Menschen. Mit Freud lernten wir uns als psychosexuelles Triebwesen kennen. Freud wollte Neurosen heilen und entwarf dazu die psychoanalytische Methode. Mit Erikson lernten wir uns als psychosoziales Wesen kennen. Erikson hatte eine zielführende Entwicklung zu einer eigenständigen Identität im Blick und gibt Rat zu einer zwischen Fehlanpassung und Malignität ausbalancierten Entwicklung. Mit Piaget lernten wir uns als Lernwesen kennen. Piaget beschreibt die kognitive Entwicklung des Menschen und fordert implizit eine eigenständige Lernerfolgsgeschichte, die wir bei Montessori gut umgesetzt sahen.
Mit Mead lernen wir uns als sprachliche Kommunikationswesen kennen. Mead geht es um gelingende menschliche Kommunikation, um Identitätsbildung durch  Zuschreibungen Anderer sowie darum, wie wir auf diese Zuschreibungen reagieren können und wie so ein komplexes sich gegenseitig beeinflussendes Rollenspiel beginnt, das uns in Rollen einführt und uns Rollen prägen lässt. Über die Bedingungen der Möglichkeit dieses Rollenlernens, dass er idealtypisch darstellt, müssen wir als Pädagogen dann noch gesondert nachdenken. Ein Argumentationsbeispiel dazu steht rechts: Bedingungen für eine ideale SELF-Entwicklung.
Nachzudenken wäre einerseits, ob die von Mead ins Auge gefasste Identitätsentwicklung (SELF aus ME vs. I) z. B. in sozialen Netzwerken ebenso gelingen kann. Dazu muss untersucht werden, ob die beschriebenen Kommunikationskanäle, über die ME-Zuschreibungen und I-Reaktionen laufen, mit entsprechender Qualität auch bei social media zur Verfügung stehen bzw. ob GAME dort ebenso möglich ist.
Danach beschäftigen wir uns aus Meadscher Perspektive mit der Systemischen Therapie, da man auch hier sagen könnte, das systemische Therapeuten in der Familie das GAME wieder gängig machen. - In der Klausur, die wir zum Thema schrieben, begegneten wir den Grundqualifikationen von Lothar Krappmann. Eure Klausurergebnisse dazu waren alle so, dass man sagen konnte, dass die Krappmannschen Grundqualifikationen gut mit der Meadschen SELF-Entwicklung im Schnittpunkt von ME und I zusammenpassen. Genauso kann man auch eine Parallele zur systemischen Therapie sehen: Man kann so gesehen die Aufgabe des systemischen Therapeuten so beschreiben, dass er die Aufgabe hat, allen allen Familienmitgliedern die Krappmannschen Grundqualifikationen beizubringen und dafür zu sorgen, dass alle diese in ihrer Familie auch frei gegenseitig anwenden können und wollen.

Mead
Sammlung von
Mead-Zitaten


Bedeutung aus
sozialer Interaktion


Rollenspiel

Bedingungen für ideale
SELF-Entwicklung


Social Media + Identität
GAME-Analyse
Abgeleitete Forderungen
Forderungen als Text
Medienpass-NRW

Systemische Therapie
Grafik
Fallbeispiel
Thesen: Essstörungen
Thesen: Systemisches Denken

KB: S. 366ff, speziell S. 353-356
Eure Beiträge
Standbilder
Famliengespräche
Therapiegespräche
Ein Therapiegespräch als Text

(2) Der Mensch als Lernwesen, kognitive Entwicklung (Piaget/Montessori)
Mit der größte evolutionäre Vorteil des Menschen ist seine Lernfähigkeit. Er tut nichts lieber und kann nichts besser als lernen. So sehen das auch die meisten Wissenschaftler. Ein Schüler wird dies auf den ersten Griff kaum glauben wollen, wenn er an seine schulische Lerngeschichte denkt. "Nichts lieber als Lernen, die beste Nachricht ist doch hitzefrei!" - Aber schauen wir einmal zusammen mit Piaget und dann mit Maria Montessori genau hin.

Piaget for B
eginners
Piaget: Text (1) (2)
Zusammenfassung
Forschungsmethode
Piaget: Menschenbild

Montessori
Montessori-Mindmap
Montessori-Struktur

(1) Der Mensch als Triebwesen, psychosexuelle und psychosoziale Entwicklung (Freud/Erikson)
Nach unserer Sicht auf die Phasen der Entwicklung, erinnern wir uns an Freud und gehen dann zu Erikson über. Erikson geht nicht von lustbetonten psychosexuellen Phasen aus, sondern von psychosozialen Grundgegebenheiten und betrachtet so, wie der Mensch sich abhängig von und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld psychisch entwickelt und seine Identität ausbildet.
In der ersten Phase gibt es zu Freud eigentlich keinen Unterschied. In der zweiten Phase geht es Freud und Erikson beiden um die beginnende Ich-Entwicklung. Während bei Freud hier psychosexuell betrachtet die Reinlichkeiterziehung in den Fokus rückt, geht es bei Erikson um jede Ich-Tätigkeit und deren Würdigung durch das aktuelle soziale Umfeld, hier vor allem die Eltern. In der dritten Phase geht es Erikson auch um das Über-Ich, denn bei ihm rückt nun auch der Schuldbegriff in den Fokus. Vom Ödipuskomplex wie bei Freud ist bei Erikson aber nicht mehr die Rede. In den weiteren Phasen macht es dann keinen Sinn mehr, den Bezug zwischen Freud und Erikson herzustellen.
Lernschwerpunkt ist hier, einerseits die Fachbegrifflichkeit Eriksons zu nutzen, andererseits aber auch genau darlegen zu können, was das in der jeweilgen Phase konkret im praktischen Leben für das Baby, das Kind und den Jugendlichen bedeutet.

Unsere Sicht der Entwicklung
Freud:
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Schaubilder
Phasentabelle
Erikson:
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Phasenübersicht
Eure Phasendarstellung
Phasentabelle
Interessanter Link

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