Rauchfleisch: Jugendgewalt aus psychoanalytischer Sicht  -  Skript S. NN
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Wenn es zentrales Ziel von Pädagogik ist, all die Zusammenhänge zu erforschen, die den Weg hilfreich begleiten können, wie aus noch kleinen unmündigen Menschen mündige Erwachsene werden, die unser demokratisches Gemeinwesen aktiv unterstützen und fortentwickeln, dann stellt sich im Blick auf das Thema "unterschiedliche Formen von Entwicklung und Sozialisation aus psychoanalytischer sowie sozialpsychologischer Sicht" die Frage, was diese Doppelperspektive hier Zielführendes beitragen kann.

Nachdem im Zusammenhang der NRW-Vorgaben hier bereits grundlegend zu Freud und im Rahmen des Themas "Unzureichende Identitätsentwicklung am Beispiel von aggressivem Verhalten nach Heitmeyer" sozialpsychologisch auf nicht gelingende Identitätsentwicklung geschaut wurde, laufen hier mit Rauchfleisch's psychoanalytischem Blick auf die Entstehung von Jugendgewalt die genannten Thematiken zusammen.

Pädagog*innen gucken im o.g. Zusammenhang nach Rauchfleisch, um aus psychoanalytischer Sicht die Bedingungen kennenzulernen, die immer wieder dazu führen, dass die Identitätsentwicklung Jugendlicher nicht zum eigentlich angestrebten Ziel gelingender Integration führt. Jugendgewalt ist so gesehen einerseits wie bei Heitmeyer ein typisches Desintegrationsphänomen, dessen frühkindliche Wurzeln nun andererseits psychoanalytisch in den Blick gerückt werden. Auch Rauchfleisch hat wie Heitmeyer dazu unzählige Fälle, z.B. in Gerichtsakten, untersucht, um zu beschreiben, wie sich Gewaltentwicklung frühkindlich analysieren lässt, um daraus abzuleiten, was getan werden müsste, um frühste Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Mit Blick auf die frühkindliche Entwicklung versucht Rauchfleisch, jugendliche Gewalt auf ES-, ICH- oder ÜBER-ICH-Störungen zurückzuführen. Das ist in den Zusammenfassungen rechts dargelegt und kann am Fallbeispiel durchdacht werden.

Fallbeispiel




Zusammenfassungen:
kurz
lang





Textgrundlage
Unmittelbare Vernetzungen, über die weitere Verbindgslinen nachzuverfolgen sind:

Freud:
Von Freud her betrachtet wird am Beispiel Rauchfleisch deutlich, wie heute Psychonanalyse auch im Kontext gesellschaftlich sozialer Verhältnisse zum Einsatz kommen und eng mit sozialpsychologischer Forschung in Verbindung gebracht werden kann. Das kann auch ein Blick in die Spalte "Nicht förderliches Verhalten" der Freud-Tabelle zeigen.

Heitmeyer: Von Heitmeyer her betrachtet kann - wie zuvor schon angesprochen -  vieles aus sozialpsychologischer Sicht parallel und ergänzend erklärt werden.

Erikson: Von Erikson her gedacht bestätigt sich das hier zu Freud Gesagte. Das kann auch ein Blick in die Spalte "Malignität" der Erikson-Tabelle zeigen.

Im Fallbeispiel kann das anschaulich werden.
Freud

Heitmeyer

Erikson