Social Media  -  Skript S. 40 und 29
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Wenn es zentrales Ziel von Pädagogik ist, all die Zusammenhänge zu erforschen, die den Weg hilfreich begleiten können, wie aus noch kleinen unmündigen Menschen mündige Erwachsene werden, die unser demokratisches Gemeinwesen aktiv unterstützen und fortentwickeln, dann stellt sich im Blick auf das Thema "Chancen und Risiken der Nutzung sozialer Netzwerke für die Identitätsentwicklung Jugendlicher" bzw. "Erziehung durch Medien und Medienerziehung" die Frage, aus welcher Theorie heraus hierzu Zielführendes gesagt und beigetragen werden kann.

Pädagog*innen müssen hier von den Identitätsentwicklungstheorien her denken und dort vor allem jene in den Blick nehmen, die die Kommunikation und Identitätsentwicklung miteinander in Verbindung bringen. Im Zusammenhang der NRW-Abiturthemen kann das Thema Mead zentral hinzugezogen werden:


Im GAME macht Mead deutlich, wie wir tagtäglich in Echtzeit mit vielen Anderen kontinuierlich in Kommunikation stehen. Dabei sollte sich idealer Weise die Kommunikation so gestalten, dass sich in ihr das gesellschaftlich demokratische Rollenspiel insgesamt und die einzelnen Rollen im Rollenspiel fortentwickeln und zwar so, dass die beteiligten Rollenspieler demokratisch gleichberechtigt daran mitwirken können.

Das verlangt in den oben dargestellten Kommunkationskanälen vor allem Offenheit und Ehrlichkeit und grundlegend die Bereitschaft, allen Anderen auch ihr Recht zuzugestehen. Kurzum, es werden Elementardemokratische Fähigkeiten und Bereitschaften verlangt, wie sie die Interkulturelle Pädagogik herleitet und beschreibt.

Die Frage stellt sich:

Funktionieren die Kommunikationskanäle eines demokratischen GAME auch in Social Media?

Hierzu ein Beispiel aus meiner Lehrertätigkeit ohne Social Media auf mit Bedeutung dafür:

Die persönlichen Gespräche mit den Eltern meiner Schüler*innen waren von Angesicht zu Angesicht immer von Höflichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt. Es gab stets ruhige und sachorientierte Gespräche, auch wenn es um strittige Themen ging. Wenn ich dann mit Blick auf das Kommunikationskanalthema hier die Schüler*innen befragt habe, welche Worte sie von ihren Eltern hören, wenn diese im geschlossenen PKW am Steuer sitzen, dann habe ich viele meiner höflichen Eltern nicht wiedererkannt.
Ich bin auch nicht besser!

Höflichkeit und Respekt sind in der Kommunikationssituation "geschlossener PKW" deutlich zurückgegangen. In einer verkehrstechnisch gleichen Lage, jedoch als Fußgänger in hör- und rasch erreichbarer Nähe wäre alles viel höflicher abgelaufen. Die Situation unter Kabriofahrern mit offenem Dach läge sicher irgendwo dazwischen.

Aus dem intimen Gespräch zwischen Freund*innen wissen wir zudem - so viel zum Thema "just in time" oben - dass ggfs. noch während man dem Gegenüber gerade etwas deutlich und klar sagen will, man in den Augen des Gegenüber eine Reaktion sieht, vorausahnt, die unmittelbar korrigierenden Einfluss auf den Satz hat, der gerade noch sehr deutlich und klar hätte ausgesprochen werden sollen. Hier zeigt sich der Wert des grünen Blicks durch den Anderen zurück auf mich sowie der Wert der ehrlichen Gefühlsartikulation über den blauen Kanal des Anderen. Solch wechselseitiger Austausch, der im Millisekundentakt Artikulations- und Verstehensschleifen spürbar macht, ist in der Fußgängersituation auch möglich, in offenen Kabrios schon weniger und in geschlossenen Autos kaum noch.

Was ist nun aber bei WhatsApp, Facebook, Instagram, Youtube und und ... ?

Dazu Informationen rechts unter: "Analyse der Kommunikationskanäle in Social Media"






Mead-Grundlage














Analyse der
Kommunikationskanäle
in Social Media:


Präsentation

Schüler*innentexte











Folgerungen für
Medienerziehung:

Tafelbild

Medien-Pass NRW:

Übersichtstabelle

Schüler*innen-Version

Vernetzungen zu weiteren Themen laufen über die Mead-Seite: Mead